Konzeption, Entwurf und Geschäftsidee zur Weiterentwicklung des charaktervollen Bucheignerzeichens von einst

Exlibris (von lat. ex = aus und libris = Büchern) sind Buchbesitzerzeichen, die zur Kennzeichnung des Besitzanspruchs und des Besitzerstolzes in Bücher gestempelt, geklebt oder gelegt werden. Handschriftliche Vorläufer waren schon in den früh-mittelalterlichen Skriptorien der Klöster üblich. Nach der Erfindung des Buchdrucks wurden aus den Exlibris gedruckte graphische Kunstwerke als Holzschnitt, Kupfer- oder Stahlstich oder Lithographie. Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert sind Exlibris Gegenstand eigener Sammlungen und buchkünstlerischer Betätigung geworden.
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich das – heute in den Köpfen nur noch wenig präsente – Bucheignerzeichen weiterentwickelt. Einerseits entstand das Buch »Exlibris – Von Bucheignerzeichen und ihrer Geschichte«, das einen Überblick über die Geschichte des Exlibris gibt und andererseits eine Reihe neuartiger Exlibris. Die Gestaltung dieser einzigartigen, neuen Exlibris+ biete ich über die Website www.exmk.de für jedermann an.

Exlibris – Von Bucheignerzeichen und ihrer Geschichte

Das Buch beschreibt in Wort und Bild detailreich die gesamte geschichtliche Entwicklung des Exlibris, noch vor dem Buchdruck beginnend. Dabei war es mir sehr wichtig, Texte zu entwickeln, die sowohl dem Exlibris-Kenner einen sehr guten Überblick zum Thema bieten, als auch dem (Gestaltungs-)Laien einen einfachen und durchaus unterhaltsamen Einstieg in die komplexe Exlibris-Geschichte ermöglichen.
Das Buch selbst ist eine englische Broschur – verzichtet also auf einen Festeinband –mit offenem Buchrücken. Die Bindeart begünstigt die asymmetrische Rhythmusbindung des Buchs. Dabei ist jede zweite Seite des Buchs verkürzt, wodurch der Leser rechtsblätternd nur Bilder sieht und linksblätternd nur Text. Dieses bibliophile Buchobjekt ist zum Schutz eingelassen in einen Schuber, auf dessen Frontseite sich ein durch Prägung eingestanztes Emblem befindet. Auf diesem ist der Titel des Buchs zu lesen, ebenso wie auf der geprägten Rückenzeile.
Am Ende des Buchs befindet sich eine Falttafel. Hier wird die Geschichte des Exlibris zusammengefasst und zu kunstgeschichtlichen und politisch-gesellschaftlichen Ereignissen in Bezug gestellt.


Mehr vom Buch gibt es auf meiner Website oder unter www.exmk.de zu sehen.

Exlibris+

Exlibris+ geben Buchbegeisterten – über eine reine Besitzkennzeichnung hinaus – Raum für ihre individuellen Buch-Leser-Beziehungen. Durch »fliegende Blätter« im Exlibris-Inneren können Leser über das Lesen an sich mit dem Buch selbst in Kontakt treten. So können sie zum Beispiel ihr Lieblingszitat festhalten, ohne dem Buch mit einem Kugelschreiber zu Leibe zu rücken. Weiterhin treten Leser auch mit anderen Lesern, denen Sie Ihr Buch ausleihen, in einen interessanten Buchdialog.


Unter www.exmk.de können Exlibris+ bestellt werden.


Für jeden Kunden wird eigens ein individuelles Lettering entworfen, das die U1 des Exlibris+ schmückt.


Grundlage für den Entwurf ist ein ca. einstündiges »Buchgespräch« in dem über Neigungen, Vorlieben und die Beziehung des jeweiligen Lesers zum Medium Buch gesprochen wird.


Der Anspruch an die Letterings ist, eine indivuelle und passende Ästhetik für den Kunden zu finden. Bisher wurde beispielsweise aus der Handschrift einer Kundin ein Lettering entworfen,


im Entwurf auf ein früheres Exlibris-Motiv zurückgegriffen


oder auch eine historische Type aufgegriffen.


Auf eine zurückhaltende Ästhetik wurde beispielsweise bei Berufs-Exlibris gesetzt. Mehr Exlibris+ gibt es auf meiner Website oder unter www.exmk.de zu sehen.