
Konzept
Seit 113 n. Chr. prangen die Zeichen der »Capitalis Monumentalis« an der römischen Trajansäule – für den damaligen Kaiser Ausdruck seines Sieges, für die Schriftgestaltung das erste in Stein gemeißelte lateinische Alphabet. Die Buchstaben A, O, Q und V entsprechen exakt einem Quadrat, die weiteren Zeichen leiteten sich von diesem ab bis hin zur halben Breite des Quadrats.
Die »Capitalis Nova« bietet jede Versalie in zwei Proportions-Maßen an: Die Tasten der Kleinbuchstaben sind mit den schmalen Zeichen, die Tasten der Großbuchstaben mit breiten, auf der Form des Quadrates basierenden Zeichen belegt.
Da zeitgemäße Bekanntmachungen nicht mehr in Stein gemeißelt, sondern über webbasierende soziale Netzwerke wie twitter, Facebook oder den persönlichen Blog veröffentlicht werden, ist auch die Anmutung der »Capitalis Nova« eine digitale.
Besonderheiten
In der Anwendung können die unterschiedlich proportionierten Zeichen manuell durch Groß-und Kleinschreibung gemischt werden. Auch die Kombination beider Varianten des selben Zeichens innerhalb eines Wortes ist möglich:

Zudem kann über die Auswahl eines OpenType-Features (Großbuchstaben / case) die automatische Mischung der breiten und schmalen Zeichen realisiert werden – Je nach der Häufigkeit des Buchstaben in der verwendeten Sprache sortieren sich die Versalien nach einem ausgeglichenen Verhältnis aus breit und schmal:

Durch Dublizieren und leichtes Verschieben des Textes lassen sich weitere Stile realisieren:

Zeichensatz
Der aktuelle Stand der Schrift ist auf Anfrage als OpenType-Font erhältlich.


