Die Schriftfamilie »Franziska« begann 2012 als Masterthesis an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Albert-Jan Pool und Prof. André Heers. 2013 wurde die Schrift vom TypeBoard von FontFont ausgewählt und ist seit Juni 2014 offiziell als »FF Franziska« erhältlich.

Die offizielle Microsite zum Schriftprodukt – www.fffranziska.com – beschreibt u.a. den Prozess der Schrift auf Englisch. Hier ist nun die ursprüngliche, deutsche Variante des Textes zu sehen, wie er 2013 auf der ehemaligen Microsite www.slabandserif.com stand.

Laute Zurückhaltung

Eine fließtexttaugliche Schrift: zurückhaltend, funktional und zeitgemäß, aber mit Charakter. Damit die Gestaltung der Franziska neben ihrer Produktion noch viel Spielraum lässt, sollen neben einer guten Lesbarkeit in Fließtexten interessante Eigenheiten in großen Punktgraden möglich sein: Ein Design im Wechsel zwischen der künstlerischen Ausformulierung des einzelnen Zeichens und der rationalen Funktionalität des gesamten Schriftbildes.

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Dynamische Statik

Die Entscheidung zu einer Textschrift ruft schnell Serifen auf den Plan: Auch wenn serifenlose Schriften genauso lesbar sein können, Antiqua-Schriften, die mit ihren Serifen stärkere Wortbilder erzeugen und das Auge beim Lesen führen, haben einen klaren Vorteil.

Die Kombination der dynamischen Figur aus der Breitfeder der Renaissance (R) und einer statischen Kleidung aus der Spitzfeder des Klassizismus (K) macht das Schriftbild lebendig wie gut differenzierbar – jedoch ohne etablierte Konvention zu brechen.

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Monolinearer Kontrast

Die Schrift soll einen für eine Antiqua (2) ungewöhnlich niedrigen Strichstärkenkontrast haben … fast schon eine unter allen Anwendungsbedingungen robuste Egyptienne sein (3) … aber sich eben auch des bekannten Kontrasts der lesefreundlichen Antiqua bedienen … und dann auch noch statisch wie die klassizistische Antiqua (1) und Egyptienne (3) sein …

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Papier 2.0

Neben der klassischen Nutzung als Druckschrift ist eine gute Figur auf dem Bildschirm das A und O jeder zeitgemäßen Schrift. Je filigraner die Details, desto schwieriger ist die Schrift für kleine Größen auf niedrigauflösenden Medien zu optimieren. Daher soll der Schrift in der Bildschirmdarstellung der statische Überzug des Klassizismus zugute kommen – denn eine senkrechte Schattenachse bereitet weniger Probleme als eine schräge. Außerdem soll die große x-Höhe (1) helfen, auch mit wenigen Pixel erkennbar zu bleiben.

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Ob Tageszeitung ohne Brille oder App mit fünf Bier – eine gewissen Robustheit soll dafür sorgen, dass Franziska auch verschwommen (2) oder unter schlechten Darstellungsmöglichkeiten (3) gut erkennbar bleibt.

Digitales Handwerk

Ob nun detaillierte Digitalisierungsvorlage oder nur grobe Ideenfixierung: Eine analoge Skizze zur Schrift hilft Formen schnell zu überprüfen und Gedanken zu visualisieren. Letztendlich kann jede kalligrafische Spielerei oder auch gezielte Zeichnung zu einem digital ausformulierten Zeichen führen.

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Im glücklichsten Fall liefert eine analoge Skizze sogar Inspiration für Konturen, die rein technisch betrachtet nicht entstanden wären: Durch den recht unbeholfenen Umgang mit der Breitfeder ist ein markanter Buchstabe entstanden, der sich – nach digitalen Feintunings – dennoch in eine funktionale Textschrift eingliedern lässt.

Markante Details

Bei aller Lesekonvention, Ecken und Kanten schaffen Charakter: Als leicht überzogene Inktrakps (1) und Zeichendetails stechen sie in Display-Größen hervor und können bei 12 pt die Funktionalität sogar fördern. Um die Markanz der Schrift zu unterstreichen, werden die runden Tropfenserifen angeschnitten (2).

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Rhythmische Blöcke

Hybridziffern kombinieren die Eigenschaften der Text- und Versalziffern. Zudem haben sich einige Zeichen auf die Seite der Renaissance-Antiqua (R) geschlagen, andere auf die der Schriften des Klassizismus (K) – die Ziffern sind somit nicht nur in ihrer Funktionalität hybrid, sondern verdeutlichen (anders als die Zeichengruppe der Buchstaben) zeitgleich die Kombination von zwei Schriftklassifikationen.

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Asymmetrische Serifen

Damit die digitale Satzschrift trotz kantiger Konstruktion lebendig bleibt, haben die Serifen eine leiche Asymmetrie(1), die sich aus der Logik handgeschriebener Buchstabenform ergibt.
Neben der Kontrastart verweist auch die Form der Serifen auf einen Hybrid zwischen Antiqua und Egyptienne: Wohingegen sich die Renaissance-Antiqua mit gekehlten Serifen kennzeichnet, tendieren viele Vertreter der Egyptienne zu ungekehlten Serifen – die Franziska besitzt ungekehlte Serifen, die jedoch leicht angewinkelt in den Stamm übergehen.

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Lebendige Versalien

Um Groß- und Kleinbuchstaben formal näher zu bringen, haben auch die sehr geometrischen Versalien markante Details (1), asymmetrische Serifen (2) und weiche Züge (3). Zudem sind sie im Vergleich zur Oberlänge und großen x-Höhe eher klein gehalten, so dass die Großbuchstaben sich im Textbild stärker einordnen als in anderen Schriften.

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Finaler Anfang

Erst im Vektor, dem reinen Schwarz und Weiß, lässt sich konkreter beurteilen welche per Skizze angerissene Idee sich bewährt. In ihrem Prozess geht die Franziska bereits mit wenigen Zeichen in die Schriftdigitalisierungssoftware FontLab, so dass schon früh erste Mustertexte generiert werden können, um die Anmutung des Schriftbildes zu überprüfen. Diese Vektoren werden natürlich digital an allen Ecken und Enden optimiert und immer wieder ausgedruckt, bis peu à peu die endgültige Schrift entsteht. Hierbei wird unter anderem die Oberlänge erhöht, um in den Zeilen eine bessere Differenzierung zur x-Höhe zu erhalten.

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Optische Präzision

Die anfänglich starke Tendenz zur Egyptinenne wird im Verlauf der Entwicklung der Franziska verringert und der Kontrast erhöht. Vor allem die horizontale Strichstärke zwischen runden (o) und eckigen Formen (n, f) wird optisch angepasst und gibt so dem gesamten Schriftbild einen angenehmen Grauwert. Und auch die Serifen werden kräftiger und länger, um deutlicher als solche in kleinen Punktgrößen wahrgenommen zu werden.

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Kantig weich

Fernab der Wirkung als Schriftbild bekommen die einzelnen Buchstaben eine übertriebene, kantige Ausformulierung, die jedoch aus der Entfernung sanft und wie ursprünglich beabsichtigt wirkt: Die anfänglich runden Tropfenserifen sind in der Franziska kantig angeschnitten, um diese deutlicher darzustellen. Neben diesen sind die vertikalen Serifen und Diagonalen der Schrift subtil gebogen, um einen formalen Zwitter zwischen weich aber kantig und kantig aber weich zu erzeugen.

Ein weiteres eher unauffälliges aber für eine Antiqua sehr ungewöhnliches Detail ist der eckige i-Punkt, der entgegen der Gesamttendenz zum Konstrast der Antiqua eindeutig auf die lineare Egyptienne verweist.

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Ikonografische Zeichen

Auch wenn der Schwerpunkt in der Entwicklung der Franziska auf dem Gestalten von einem harmonischen Schriftbild liegt, geben ihr Bildzeichen als praktische Ergänzung ein paar Sahnehäubchen – die mitunter einen Tag Entwicklungszeit gefordert haben.

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Macro, Micro, Typo

Viele Optimierungen der Schrift gehen kleine Schritte: Ein mit einer rein statischen Achse kann etwas zu unnatürlich und leblos wirken (1) und durch die Neigung der Außenform, statt der Punze, statisch bleiben, aber Dynamik bekommen (2). Dieses Detail mag kaum jemand sehen, geschweige denn aktiv lesen, aber spiegelt man es (3) wird das bis dahin nur spürbare Detail offensichtlich.

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On Offset

In regelmäßigen Abständen werden die Varianten der Franziska ausgedruckt, um der Funktionalität der Kurven-Spielereien auf den Zahn zu fühlen. Allerdings rastet ein Laserdrucker mit angeblichen 1200 dpi die Schrift in verschieden Punktgrößen unterschiedlich gut, wandelt Bögen in Treppen und lässt Raum für die Interpretation der Formen. Wie soll man also entscheiden ob der optische Überhang im o im Vergleich zum x gut ist, wenn beide Zeichen im kleinen Fließtext anders erscheinen als in Headlinegrößen. Der Pragmatiker druckt sich die Schrift einfach auf 20 Punkt aus, nimmt den doppelten Leseabstand und beurteilt dann den Fließtext (heißer Tipp von Albert-Jan Pool). Man kann aber auch ein Druckplatte belichten und in die Welt der Lupen und Fadenzähler eintauchen …

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Ą bis Ž

Die Erweiterung des lateinischen Basis-Zeichensatzes lässt sich mit Komponenten (a + ` = à) schnell für die Sprachen von West-, Zentral-, Südost und Nordeuropa erweitern. Hierbei erleichtert die Software Glyphs den Workflow ungemein: Statt des manuellen Positionierens von diakritischem Zeichen und Buchstabe zueinander, kombinieren magnetische Ankerpunkte beide automatisch zu einem neuen Zeichen – solange Größe und Proportion aller diakritischen Zeichen übereinstimmen (2).

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Dennoch wird jedes Zeichen nochmals kontrolliert, um den Weißraum zu optimieren (1, 4), den Winkel (3) der Akzente an die Form des Zeichens (i) oder den darüberliegenden Raum (Minuskel und Versalien) anzupassen, sowie keine Kollision mit bestehenden Formen, wie Serifen, zu provozieren (4). Zudem benötigen einige sprachspezifische Zeichen komplett neue Formen (6).

Autonome Harmonie

Ein komplett eigenständiges Modell zur Roman stellt die Kursive der Franziska dar: Sie verbindet eine kalligrafische Grundkonstruktion mit kantigen Elementen und tendiert in ihrem Winkel zu einer aufrechten Kursiven. Trotz ihres eigenständigen Charakters ergänzen sich Kursive und Roman zu einer harmonischen Schriftkombination und ermöglichen zeitgleich hohe Gestaltungsvielfalt in ihren Anwendungen.

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Aufrecht Kursiv

Um 8° geneigt und etwas in Grauwert und Zeichenbreite minimiert beginnt die Entwicklung der Kursiven, die dann Schritt für Schritt mit kursiver Kostruktion versehen wird. Schlussendlich pendelt sich die Kursive auf einen eher aufrechten Grundwinkel von 6° ein. Wohingegen die Hairline nur um 5° geneigt ist, hat die Black einen Winkel von 7°, um in ihren dicken Strichstärken noch eine Neigung erkennen zu lassen.

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Anders Gleich

In der Konsequenz des Gedankens, dass die Kursive eine eigenständige Schrift ist – lediglich ein passender Partner, keine Schwester zu Roman – werden alle Zeichen neu geformt, auch die Ziffern und Sonderzeichen. Hierbei helfen zum einen unverhoffte Inspirationen, zum anderen parallel existierende Zeichenvarianten (§), um Italic und Roman zu differenzieren.

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Die Versalien der Roman wurden bereits mit Tendenz zur Dynamik der Kleinbuchstaben gezeichnet. In der Kursiven gehen die Großbuchstaben einen Schritt weiter, sie sind keine schrägen Ableger der Roman, sondern enthalten selbst handschriftliche Züge. Der anfänglich starke Initialcharakter wird jedoch etwas zurückgedreht, um die Schrift mit ihren ohnehin schon lebendigen Kleinbuchstaben etwas ruhiger und passender zu Roman zu gestalten.

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Da die Kursive als Auszeichnung im Schriftbild eingesetzt wird, reizt sie die Frage »wie viel Lebendigkeit verträgst du« stärker aus. Sie bietet so mehr Optionen für einen Einsatz in Headlines und im Verpackungsdesign, in denen ihre verspielten Formen und kantigen Details stärker zum Ausdruck kommen können.

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Exponentiale Interpolation

Trotz Luc(as) de Groots feiner Interpolationstheorie, die per Formel [B=√(A÷C)] einen korrekten Kontrastzuwachs garantiert, liegen zwischen der feinen Hairline und der kräftigen Black oft Welten. Denn der reine Durchschnitt aus einem idealen Light-Schnitt und einem idealen Bold-Schnitt ist nicht immer das, was für einen Fließtext ideal ist. Ein sicherer Weg um gerade die häufig verwendeten mittleren Schriftgewichte perfekt zu gestalten: Eine dritte Instanz zeichnen und in zwei Schritten interpolieren.
Die zwischenzeitliche Theorie – den Kontrast nicht nur zum kräftigen Pol ansteigen zu lassen, sondern in Richtung beider Extreme (Hair und Black) ein exponentielles Steigen (Black) bzw. Abfallen (Hair) zu berechnen – wurde leider widerlegt, da die Schriftgewichte der Mitte in ihrem Gewicht kaum zu differenzieren waren. Die Franziska ist letztlich mit drei Extremen in zwei Kurven nach der klassischen Interpolation Theory berechnet.

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Superpolierte Instanzen

Ist der Buchstabe entworfen, in Vektoren übersetzt und durch weitere Varianten (wie Hairline oder Black) ergänzt, kann das muntere Interpolieren von Zwischeninstanzen beginnen. Im Programm Superpolator werden testweise einige Inter- und Extrapolationen vorgenommen, die endgültige Interpolation stammt jedoch der Einfachkeit halber aus der Software Glyphs.

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Zwiegespaltene Gewichtigungen

Um bereits innerhalb ihrer eigenen Familie verschiedene Wirkungen zu ermöglichen, tendieren die hellsten Schnitte der Franziska zur monolinearen Egyptienne, die kräftigen Schnitte dagegen zu einer kontrastreichen Antiqua. Ein erstes Konzept zu den Schriftgewichten sah die Trennung von Egyptienne und Antiqua noch deutlicher vor. Beginnend mit dem Lightschnitt als Egyptienne sollte sich die Schrift ab dem Regular Schnitt in zwei Richtungen spalten: einem Black Schnitt mit blockigem Egyptienne Charakter und einem weiteren Black Schnitt mit beinahe klassizistisch extremen Kontrast. Endgültig wurde die Spaltung der Schrift jedoch aufgegeben, da auch innerhalb der linearen Familie das hybride Konzept verschiedener Klassifikationen deutlich wird.

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Egozentrische Teamplayer

Da eine große Wirkung besonders von den Extremen einer Schriftfamilie ausgeht, sind die hellten und dunkelsten Schriftschnitte der Franziska nicht nur einer anderen Schriftgattungen zugeordnet, sondern auch deutlich als Displayvarianten zur den mittleren Textgewichten geplant – oft werden extreme Schriftgewichte ohnehin kaum für den Fließtext genutzt. In der Kursiven ist zudem jeder Schnitt entsprechend dem Charakter des Schriftgewichts angepasst: Der leichteste Schnitt der Kursiven ist verspielt und lebhaft während die Schrift mit zunehmendem Gewicht ruhender und kompakter wird.

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Kleine Großbuchstaben

Die Kapitälchen vollziehen den Spagat zwischen der großen x-Höhe der Kleinbuchstaben und der Differenzierung zu den großen Versalien.

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Beiläufige Wunderwaffe

Mit der Entscheidung für die Hybridziffern nutzt die Franziska die Maxime Weniger ist mehr. Dennoch enthält die Schrift einige durch OpenType auswählbare Features – nicht um verwirrende Optionen zu bieten, viel mehr um eine stilvolle Typografie zu ermöglichen. Einige Features sind im Hintergrund ablaufende Autokorrekturen (1, 2), andere geben Zugang zu stilistischen Varianten (3, 7, 8) wie beispielsweise einer verstärkt kursiven Anmutung, bedingten Ligaturen (4), Zählern und Nennern (4) oder hoch- und tiefgestellten Ziffern (6).

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Globale Lokalisierung

Ob polnisches Kreska (2), niederländisches j mit Acute (2), automatisiertes Versaleszett (3), türkisches Versal-I mit Punkt (4), sowie aufgebrochene fi-Ligatur, rumänische und moldavische Varianten des Commaaccent (4) oder katalanische Betonungen (6), durch den OpenType Code locl lässt sich der feine Umgang mit den Nuancen der europäischen Sprachen umsetzen.

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Separate Verschmelzungen

Eine weiteres automatisches Feature der Franziska sind die Ligaturen, die unschöne optische Überlagerungen korrigieren. Einige Ligaturen sind eigenständige Glyphen, andere dagegen eine tatsächliche Überlappung aus Alternativzeichen: Für die wichtigsten Ligaturen wurden neue Zeichen erstellt (1), für alle weiteren möglichen Buchstabenkombinationen greifen kontextbedingten Varianten (2). Dieses System funktioniert im Rahmen normaler Spationierung recht gut.

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Versale Besonderheiten

Durch OpenType lassen sich nicht nur schnell Versalien- und Kapitälchen-Satz aktivieren, die Features der Franziska optimieren auch die Typografie. Um im Schriftbild mit reinen Versalien oder Kapitälchen eine blockige und kaum von Unterlängen geprägte Erscheinung zu verstärken, werden Interpunktionszeichen dementsprechend angehoben (1). Zur weiteren Optimierung enthält die Franziska eine dezente Sperrung des Versalsatzes, um deren enge Zurichtung zu den Kleinbuchstaben zu kompensieren. Außerdem gibt es automatisch auswechselbare Zeichenvarianten(2), die besser zum ausgewählten Stil passen. Schlussendlich ermöglicht die Option Alles-in-Kapitälchen einen breit laufenden und wärmeren Versalsatz aus reinen Kapitälchen (3).

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Kompakte Weite

Da die Franziska eine Textschrift ist folgt sie der frutiger’schen Manier und lässt viel Platz zwischen den Zeichen, um auch in kleinen Punktgrößen ein ein sauberes Schriftbild zu zeichenen. Die extremen Schriftschnitte – Hair und Black – sind enger zugerichtet als sich aus der Logik ihrer Binnenräume ergeben würde, denn sie sind Headlineschriften, die tendenziell schmaler laufen sollten.

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Variables Regelwerk

Die Zurichtung der Franziska basiert zum großen Teil auf Variablen – denn sind die Werte für das n gefunden, ist die Vor- und Nachbreite des m keine Frage mehr (2). Mit einer guten Zurichtung wird das Kerning nicht überflüssig, macht dieses aber nur noch bedingt nötig (1). Programme wie MS Word und einige Browser ignorieren vorhandenes Kerning sogar, darum ist die Zurichtung essentiell. Teilweise kann durch die Zurichtung auch die Bedeutung des Textes visuell unterstützt werden: Klammern fassen so ganze Sätze ein und kleben nicht am ersten Buchstaben (3).

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Schnelle Umwege

Spätestens beim Einstellen des Kerning ist es Glück im Unglück, dass die Schriftgestaltung viel mit dem Definieren von Proportionen durch Einheiten pro Geviert verbunden ist. Die im Programm Glyphs gezeichneten Buchstaben (1) werden – in die Ausgangsinstanzen der Schriftgewichte zerlegt – in das offene Format UFO exportiert (2). Diese Daten werden in der Software MetricsMachine Schnitt für Schnitt mit Kerningpaaren belegt (3), exportiert und wieder in Glyphs importiert. So können von hier aus die finalen Schriftschnitte berechnet werden (4) – inklusive der Interpolation der Kerningwerte.

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Zeitsparende Klassen

Durch das Anlegen von Buchstabenklassen in Glyphs und MetricsMachine wird die Anzahl der Keningpaare überschaubar: Sind Zeichen grundsätzlich gleich in ihrer Form (1), können Unterschneidungswerte pauschal kopiert werden. An anderer Stelle werden auch teils nur in ihrer Vor- oder Nachbreite ähnliche Zeichen zu Gruppen zusammengefasst (2).
So ergeben sind bei der »Franziska Regular« mit rund 740 Glyphen – die in über 170 Klassen sortiert sind und in 1400 Fällen manuell gekernt wurden – über 36.000 Unterschneidungswerte. Nicht immer ist das Kernen mit Klassen sinnvoll: Werte für ein ů der nordischen Sprachen in Kombination mit dem ý, welches u.a. zur Transliteration von kyrillischen Sprachen dient, muss nicht sein – aber es hilft, um die Franziska für den ersten Gebrauch mit all ihren Kombinationsmöglichkeiten für einen rhythmischen Textfluss zu optimieren.

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Individuelle Pauschale

Wer ackert schon gerne Tabellen mit Kerningpaaren ab? Die MetricsMachine liefert Abhilfe: Sind die Großbuchstaben und Kapitälchen in sinnvolle Gruppen sortiert, kann die Logik des mühsamen Kernings von Versalien-zu-Versalien (1) auf die Kapitälchen übertragen werden. Es ist sogar möglich relevante Interpunktion (2) in dieses Wertetransferieren zu integrieren.

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Berechnende Gestaltung

Auch wenn zum Ende der Produktion einer Schrift das Kerning an stupides Abarbeiten von Kombinationsmöglichkeiten und Zahlenwerten erinnert, Kerning ist auch Gestaltung: es bestimmt den Weißraum einer Schrift, der neben der Form der Buchstaben einen Großteil zum Textbild beiträgt.

Neben offensichtlichen Lücken (1) werden in der Franziska unter anderem feine (2) und praktische (4) Kerningwerte definiert. Auch Leerzeichen (3) werden gekernt, um in allen Lebenslagen harmonische Weißräume zu schaffen.

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Bei Interesse an der theoretischen Arbeit zur Schrift – mit Auszügen hier und hier – bitte direkt an jakob{ÄT}jakob-runge.de wenden.