
Konzept
Der Schriftentwurf Heinrich Truus Truant ist von Vilém Flussers Buch „Die Schrift – Hat Schreiben Zukunft?“ inspiriert und wurde ursprünglich mit der Bandzugfeder gezeichnet. Das An- und Absetzen der Feder ist das charakteristische Merkmal und übersetzt den Gedanken Flussers von Pausen und Krisen während des schöpferischen Prozesses in ein Schriftbild. Dem gebrochenen Schriftschnitt Heinrich Truus Truant wurde ein geschlossener Schnitt hinzugefügt – Heinrich Truus, die Funktionale. Während die Truant-Variante als ein Sinnbild für Pausen und Krisen im schöpferischen Prozess zu verstehen ist, wurde bei der Heinrich Truus das Bildhafte, die Spuren der Feder und somit das Bild „Pause“ und „Krise“ zerrissen.
Diplomarbeit WS/SS 2012 an der Hoschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Betreut von Prof. Frank Philippin




Besonderheiten
Die Federführung ist für den ersten Schnitt, Heinrich Truus Truant, von Bedeutung. Skizzen dienten als Vorlage.

Der Schriftschnitt Heinrich Truus ist eine Ergänzung zur gebrochenen Truant-Variante.

Der Name der Schrift setzt sich aus Heinrich (deutsch) Truus (niederländisch) und Truant (englisch) zusammen und ist in den ersten beiden Fällen als Widmung zu verstehen. Der Begriff Truant bedeutet “Bummler” oder ” Schulschwänzer”.

Zeichensatz
Die beiden Schriftschnitte umfassen zum jetzigen Zeitpunkt jeweils 209 Typen (Basis Latin Zeichensatz), darunter auch schon die ersten geläufigen Ligaturen wie ff, fi, ff usw.
Beide Schnitte liegen als OpenType vor – Kerning und Hinting muss noch gemacht werden.

Ein Kommentar
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