Eine Serifee stellt sich vor und geht auf Reisen
Holla die Waldfee – ein Satz, der mir Freude bereitet, wenn ich ihn nur höre. Der Name der Schrift stand von Anfang an schon fest. Besessen von sich wiederholenden Mustern und Schleifen ist »Holla die Waldfee« zu ihrer Form gekommen und wirkt durch ihre sehr opulenten Serifen herrlich plakativ. Kleine aber feine Unterbrechungen sollen die Spannung garantieren.

Die ersten Gedanken zu meiner Schrift waren schnell skizziert. Wichtig war mir vor allem, dass die Schrift sehr rund und plakativ werden soll. Es soll ersichtlich sein, dass die Schrift von mir kommt. Außerdem wollte ich versuchen, einen offenen Kreis in die Schrift einfließen zu lassen.

Obwohl mir das von Beginn an nicht bewusst war, hab ich da das Zeichen von der Apfeltaste im Kopf gehabt und wollte dies so gut wie möglich in die Schrift einbauen. Ein Zeichen, das endlos ist und durch das sich dann ein Muster ergibt. Die Unterbrechungen bei den Kreisen sollen mehr Kontrast und Spannung in das Schriftbild bringen und ästhetisch unterstützen.

Holla die Waldfee und ihre Einschnitte
Um die Zeichen von »Holla die Waldfee« klarer wirken zu lassen, wurden bei den Kreisen jeweils kleine Einschnitte hinzugefügt. So wirkt die Form wie ein Band, das sich durch die Formen schlingt. Wäre dieser Einschnitt nicht vorhanden, wäre die Form zu wenig kontrastreich und würde nicht so schön tanzen, wie sie es jetzt tut – und das mit einer herrlichen Eleganz.

Zwei Schnitte die anders nicht sein könnten
»Holla die Waldfee« entstand mit dem Gedanken, eine Plakatschrift zu entwerfen und zwar mit einer ganz besonderen Formensprache, viel Herz und Fantasie. Der erste Schnitt »Buch« ist aus diesem Grund sehr präsent und sehr fett gezeichnet.

Als kontrastreichen Gegensatz ist dazu die »Haarlinie« entstanden, die sehr leicht im Vergleich zum Buchschnitt wirkt und durch größere Einschnitte noch ornamentaler und lieblicher erscheint.

Holla die Waldfee mag es gerne kuschelig
Um die Abstände der Schrift harmonischer wirken zu lassen, mussten eine Vielzahl von Ligaturen geschaffen werden. Insgesamt 27 Ligaturen helfen, den Lesefluß zu verbessern und die Abstände regelmäßig zu halten. Dadurch ergibt sich ein schöner Rhythmus und wirkt im Gesamtbild lebendiger. Zusätzlich wird dadurch die runde Ornamentik noch verstärkt. Alle Ligaturen sind mithilfe von den Open Type Features angelegt worden und werden automatisch beim Schreiben in Indesign in den Text eingebaut. Zusätzlich sind sie natürlich auch über die Glyphenpalette abrufbar.

Eine reiche Formensprache
»Holla die Waldfee« hat alle nur erdenklichen Umlautzeichen, Sonderzeichen und Satzzeichen in sich und enthält zusätzlich noch Mediaevalziffern. Außerdem gibt es noch Alternativen für einige Zeichen sowie sechs Schmuckzeichen. Die Schmuckzeichen lassen viele Spielereien und Ornamentmuster zu.

Diese Schrift entstand im Zeitraum von 2009 bis 2011 im 3. und 5. Semester an der New Design University St. Pölten und wurde von Giovanni de Faccio (Typograf, Schrift Rialto) im Fach Typografie betreut. Derzeit befindet sich »Holla die Waldfee« noch in der zweiten und finalen Spationierungsphase.

Wie es weitergeht
Ein Italicschnitt ist derzeit noch in der Entwicklungsphase.
Erste Skizzen gibt es bald.

mehr Informationen gibt es hier
www.deko-imdetail.com
deko-imdetail.blogspot.com

Alle Rechte liegen bei denise kopf_*
der Schöpferin von »Holla die Waldfee«