KONZEPT

Der Grundgedanke für die Gestaltung der Prana war, eine Schrift zu entwickeln, deren Eigenheiten bzgl. Form und Charakter nicht erst in großen Punktgrößen sichtbar werden. Es sollte keine Schrift entstehen, bei der man erst durch Heranzoomen am Bildschirm erkennt, dass beispielsweise Oberlängen leicht abgeschrägt sind oder Ähnliches; die Prana sollte von vornherein expressiver sein und in gewisser Weise auf den ersten Blick auffallen; es sollte nach Möglichkeit ein unverwechselbarer Font entstehen, weshalb ich von vornherein darauf verzichtete, mir jegliche andere Schriften anzusehen und schauen wollte, ob ich das Rad neu erfinden kann. Das mag anmaßend klingen, aber ich war es durch Graffiti gewohnt, ständig neue Buchstabenformen zu entwickeln und ich wollte wissen, inwieweit sich dieses naive, freiere Spiel der Formen auf eine seriöse Satzschrift übertragen lässt.
In der Folgezeit skizzierte ich viel, ohne System und ohne die Regeln, nach denen sich vielleicht ein professioneller Schriftgestalter ans Werk macht; das Einzige, was ich von vornherein wusste, war, dass ich eine Slab Serif- Schrift gestalten wollte. So begann ich zunächst auch mit Versalien, weil sich die für die Prana charakteristische Bogenform hier gut umsetzen ließ; dabei stellte ich schnell fest, das es eben so einfach nicht ist und der Spielraum beim Gestalten einer Satzschrift sehr begrenzt ist. Während der Skizzierarbeit kristallisierte sich dann auch mehr und mehr heraus, wie der Font auf mich wirken sollte: die Schrift sollte robust und kräftig daher kommen, so wie es für Egyptienne- Schriften oft typisch ist; dafür sorgten vor allem die verstärkten Serifen. Gleichzeitig wollte ich das Robuste, Kantige − vor allem bei den Versalien − ausgleichen, in dem ich statt Schrägen mit runden Formen arbeitete um eine gewisse Weichheit reinzubringen. Darüber hinaus war mir wichtig, das der Font bei allen Kompromissen starke individuelle Zeichen wie z.B. das Versal- M beinhaltete − Charakter die auffallen, ohne “aus dem Rahmen zu fallen”. Schlussendlich stellt die Prana einen Mix aus frischen, individuellen Formen dar, die sich im Zusammenspiel − salopp gesagt − trotzdem zu benehmen und bei aller Individualität wissen, wo sie herkommen. An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei Volker Schnebel von URW++ für das Interesse an dem Font und dessen Unterstützung beim Ausbau bedanken.

BESONDERHEITEN

Die Prana Pro umfasst die drei Schriftschnitte Regular, Bold und Black und besitzt eine Menge OpenType- Features. So gibt es für alle Schnitte die dazugehörigen Kapitälchen/ Kapitälchenziffern, die über das OpenType- Menü anwählbar sind. Außerdem vorhanden sind Mediävalziffern, Versalziffern (tabellarisch/ proportional), Indexziffern (hoch-u. tiefstehend) sowie Ligaturen und Bruchligaturen. Was die Sprache angeht, deckt die Prana das gesamte Latin 1/2 sowie die türkische,  baltische und rumänische Belegung ab.  Obwohl die Prana ursprünglich eher als Headlineschrift konzipiert war, funktioniert sie  auch in Lesegrößen und ist daher vom Plakat bis zum Mengentext gut einsetzbar.

The fox is no more quick & brown, just sick n’ down.


ZEICHENSATZ

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Ein Kommentar

  1. Jakob Runge, am

    leider geht der »erhältlich über«-link noch nicht.
    sorry, for broken »available at«-link.

    get »Prana Pro« here:
    http://www.urw.de/cgi-bin1/dalcgi/source/fontliste0.htd?fontnummer=p096003t

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