
Konzept
Täglich läutet Quasimodo die Glocken von Notre-Dame. Die Pariser Bürger genießen den schönen Klang seines Glockengeläuts, ihn selbst, deformiert und buckelig, verabscheuen sie wegen seiner Hässlichkeit…
Fernab der Fiktion, kann auch Schrift zugleich funktional und unästhetisch sein?
Die UGL-Y ist eine platzsparende, technisch anmutende Schrift mit mittlerer Dicke und einer Optimierung für die Lesbarkeit in kleinen Punktgrößen und unter schlechten Darstellungsbedingungen.

Insgesamt kreieren die Elemente, die zur Unterstützung der Darstellung unter problematischen Bedingungen eingesetzt werden eine technische Anmutung. Die extremen Einschnitte, die eckigen Diagonalen und die teils großen, betonenden Serifen erfüllen einerseits ihre Funktion, werden anderseits aber auch markantes Stilmittel. Dieser Umstand gibt der »UGL-Y« trotz bzw. gerade wegen ihrer funktionalen Hässlichkeit einen gewissen Charme.
Gerade in kleinen Punktgrößen, tritt der eigenwillige Charakter der Schrift in den Hintergrund und ihre Funktion kommt vollständig zur Geltung.
Besonderheiten
Die Formsprachen der »UGL-Y«sind bei jedem Zeichen angepasst, um eine optimale Unterscheidbarkeit zwischen den Glyphen – auch bei Rotation oder Spiegelung ähnlicher Formen – zu garantieren. Die größtmöglichste Differenzierung der einzelnen Buchstaben ermöglicht eine schnelle und eindeutige Identifizierung und beeinträchtigt währenddessen den gleichmäßigen Gesamteindruck des gesamten Schriftbildes in ganzen Wörtern und Sätzen nur wenig.

Zeichensatz
Der aktuelle Stand der Schrift ist auf Anfrage als OpenType-Font erhältlich.


