Altbau – Hommage an eine Übergangslösung
Seit sechzehn Jahren befindet sich die Fakultät Gestaltung der FH Würzburg-Schweinfurt in einem räumlichen Übergang. Auf sechs verschiedene Orte sind Vortrags- und Unterrichtsräume, Fotostudio und verschiedene Ateliers verteilt. Man gewöhnt sich an alles, sagt man in solchen Fällen. Die heutigen Studierenden haben sich mehr als daran gewöhnt, viele lieben es. Sie leben das Provisorische, die Atelieratmosphäre, das Familiäre. Sie schätzen den Charme der Vernachlässigung, die Spuren der Vorgänger.

Im Herbst 2011 wird sich einiges ändern: Die Fakultät Gestaltung bekommt ihren lange erwarteten, modernen und bestens ausgestatteten Neubau.
Im Sommersemester 2010 entstand im Kurs Typografie (2.Semester bei Heike Czerner) in gemeinsamer Arbeit ein Magazin über den Altbau. Der Blick richtet sich auf das, was war. Was macht ein Provisorium, das man so lange gelebt hat, aus den Beteiligten und umgekehrt?
Für das Magazin suchten die Studenten gemeinsam im Kurs nach geeigneten Schriften. Jeder konnte Schriften mitbringen und vorschlagen, über die dann in der Gruppe kontrovers diskutiert wurde. Dabei brachte Philipp Koch die »JJ Realis« von Juliane Köbler und Jakob Runge in die Diskussion ein.
Ihre Erscheinung schien ihm sehr gut zum Altbau zu passen: Eher natürlich und dezent, etwas eckig, aber dennoch nicht zu aufdringlich. Vor allem für Headlines fand er die» JJ Realis« sehr gut geeignet, da sie sehr gut lesbar ist, standfest, robust, technisch, aber dennoch locker erscheint.
Daneben wollten wir die »Baskerville« benutzen, vor allem für den Fließtext. Durch die feine, zurückhaltende Art ergänzten sich beide Schriften sehr schön, so dass eine gute Mischung gefunden war und alle Seiten unseres Altbaus durch die Schriftmischung dargestellt werden konnten.
















Altbau – Hommage an eine Übergangslösung